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Mittwoch, 6. Juni 2012

[Rezension] Das Lied von Eis und Feuer: Die Herren von Winterfell - George R. R. Martin




Autor: George R. R. Martin
Originaltitel: A game of thrones
Genre: High Fantasy
Ausführung: Klappenbroschur, 571 Seiten
Erscheinungsjahr: 1996 (Neuauflage Dezember 2010)
Reihe: Band 0,5 von bisher 5 Bänden
Preis: 15,00€
ISBN: 978-3442267743
Verlag: Blavalet



Inhalt: Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!


Rezension: Auf die Buchreihe von George R. R. Martin bin ich durch die Videorezension von thereadables aufmerksam geworden und durch den Umstand, dass die Werke von HBO als Serie verfilmt worden und werden. Verfilmte Bücher und Buchreihen haben irgendwie eine magische Anziehungskraft auf mich. George R. R. Martin hat es mir mit dem ersten Teil seines Epos nicht leicht gemacht. Ich hatte bereits im November versucht es zu lesen, habe damals allerdings schon nach 30 Seiten aufgegeben, weil mich das Buch irgendwie überforderte und ich mich nicht richtig auf es konzentrieren konnte. Jetzt wollte ich dem Buch eine zweite Chance geben und die hat sich wirklich gelohnt.

Es ist mir ziemlich schwer gefallen in das Buch einzusteigen und die Welt von Martin zu begreifen, da zu Beginn natürlich alle Charaktere, und dass sind unendliche viele, eingeführt werden und die konstruierte Welt erklärt werden muss. Nach ca. 150 Seiten war ich dann endlich im Buch angekommen und die Seiten ließen sich zügiger lesen. Die Sätze waren oftmals sehr lang und verschachtelt, sodass ich mich mehr als sonst auf das geschriebene Wort konzentrieren musste. Dies variiert allerdings auch von Charakter zu Charakter.
Besonders an Martins Epos ist, dass er aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben ist. Im ersten Buch gibt es neun verschiedenen Charaktere, nicht nur Erwachsene sondern auch Kinder und dementsprechen viele verschiedene Handlungsstränge. In diesem ersten Buch wird der Fokus besonders auf die Familie Stark gelegt, die sich mit der Berufung des Vaters, Eddard Stark, zur rechten Hand des Königs, völlig neu ordnen muss. Fasziniert hat mich, wie Martin es schafft, seinen Schreibstil dem Alter und Charakter seiner Protagonisten anzupassen. So hat der Leser die Chance, die Protagonisten aus mehreren Dimensionen kennen zulernen und ihr Handeln zu beurteilen. Nehmen wir den Charakter Eddard Stark, so lernen wir ihn aus der Perspektive seiner Frau, seiner Kinder, seines Feindes und schließlich seiner eigenen Perspektive kennen.

Hinten im Buch gibt es ein Verzeichnis, indem alle bedeutenen Häuser des Königreiches, ihre Mitglieder und ihre Verhältnisse zueinander erklärt werden. Ohne dieses Verzeichnis, indem auch ein Teil der Geschichte des Königlandes erzählt wird, wäre ich ziemlich verloren gewesen, denn ich habe oft nachschauen müssen, um für mich zu klären, von wem Martin gerade schreibt und wie diese Person zum Protagonisten steht. Zum Ende des Buch musste ich dann auch immer weniger nachschlagen.

Sehr gelungen finde ich auch die Covergestaltung der Reihe: jeweils zwei Bücher zeigen eines der Wappen bedeutender Häuser des Königlandes. In Deutschland wurden die englischen Bücher in jeweils zwei Bände aufgeteilt. Das Cover des ersten Bandes zeigt das Wappen des Hauses Stark, das im ersten Band den größten Teil der Geschichte einnimmt.

Fazit: Das Lied von Eis und Feuer hat mich, obwohl mir die Geschichte es nicht ganz leicht gemacht hat, ziemlich beeindruckt. Das Buch ist düster und die Stimmung oft drückend und kalt. Macht ist der vorherrschende Grund, der vor allem die erwachsenen Charaktere zu ihrem Handeln antreibt, aber auch Hass, Tod und das schnelle Erwachsenen werden müssen sind Schlüsselthemen, alles verpackt hinter einer gewaltigen Kulisse und einem Gesellschaftsgefüge, das über allem zu stehen scheint. Durch die vielen Charaktere und Handlungsstränge hat der Leser die Chance, die Geschichte aus vielen verschienden Perspektiven zu beobachten und zu bewerten. Meine Lieblingscharaktere bisher sind übrigens Arya und Daenerys. Ich werde definitiv weiter lesen, allein schon um zu sehen, wie die beiden sich entwickeln.



Der amerikanische Sender HBO hat bereits 2007 nach dem Erwerb der Filmrechte der Bücher, begonnen eine Serie zu entwickeln. Im April 2011 wurde diese dann in den USA ausgestrahlt. Eine Staffel umfasst jeweils 10 Folgen, die Handlung der Staffeln orientiert sich den Büchern, d.h. in Staffel eins wird der erste Band behandelt usw. Mittlerweile wurden in den USA zwei Staffeln gezeigt und eine dritte ist bereits bestellt. Ich habe die Serie noch nicht gesehen, werde es aber ganz bestimmt bald tun. Hat jemand von euch sie schon gesehen?



Freitag, 8. Januar 2010

Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten

Auf Wunsch hier meine Rezension zu Rubinrot von Kerstin Gier, die ich vor etwa einem Jahr geschrieben habe.


Kerstin Gier
Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten
ISBN: 978-3401063348 . 352 Seiten

Inhalt: Gwendolyn hat ihr ganzes bisheriges Leben unter ihrer Cousine Charlotte gestanden, denn Charlotte ist anders. Charlotte soll ein Zeitreise-Gen in sich tragen, das innerhalb der Familie schon seit Jahrhunderten weiter vererbt wird. Charlotte ist auf ihren ersten Sprung in die Vergangenheit bestens vorbereitet und nun wartet die Familie und besonders ihre Mutter auf die Anzeichen des ersten Sprunges. Doch bis auf ein Schwindelgefühl passiert nichts. Stattdessen findet sich Gwendolyn plötzlich in der Vergangenheit wieder. Es beginnt ein aufregenedes Abenteuer, das Gwendolyn zusammen mit dem gutaussehenden Zeitreisenden Gideon und ihrer besten Freundin Leslie besteht, es gilt nämlich "den Kreis der Zwölf" zu schließen.

Meine Meinung: Gwendolyn hat ihr ganzes bisheriges Leben unter ihrer Cousine Charlotte gestanden, denn Charlotte ist anders. Charlotte soll ein Zeitreise-Gen in sich tragen, das innerhalb der Familie schon seit Jahrhunderten weiter vererbt wird. Charlotte ist auf ihren ersten Sprung in die Vergangenheit bestens vorbereitet und nun wartet die Familie und besonders ihre Mutter auf die Anzeichen des ersten Sprunges. Doch bis auf ein Schwindelgefühl passiert nichts. Stattdessen findet sich Gwendolyn plötzlich in der Vergangenheit wieder. Es beginnt ein aufregenedes Abenteuer, das Gwendolyn zusammen mit dem gutaussehenden Zeitreisenden Gideon und ihrer besten Freundin Leslie besteht, es gilt nämlich "den Kreis der Zwölf" zu schließen.

Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten ist das erste Buch von Kerstin Gier, dass kein typischer Frauenroman ist. Das Buch ist viel mehr eine Art Jugendbuch mit einem Touch Magie für Jung und Alt. Der Schreibstil ist einfach, humorvoll und flüssig, so wie man es eigentlich auch von Kerstin Gier gewohnt ist.

Schon nach wenigen Seiten ist es mir gelungen vollkommen in Gwendolyns Welt einzutauchen, um mit ihr zusammen die Vergangenheit zu reisen und ihr Familiengeheimnis aufzudecken. Besonders gut hat mir Gwendolyns wütende und vor Eifersucht tobende Tante Glenda gefallen, die einfach nicht einsehen wollte, dass Gwendolyn und nicht Charlotte das Zeitreise-Gen geerbt hatte. Außerdem genial finde ich die Tatsache das Gwendolyn Geister sehen kann und auch mit ihnen reden kann und wenn sie das tut, alle "normalen Menschen" um sie herum denken, dass sie Selbstgespräche führt. Was zu der einen oder anderen lustigen Situation führt.

Das Buch ist natürlich auch ein ganz besonderer Hingucker und macht sich richtig gut in meinem Regal. Das Cover hat mich quasi umgehauen und war natürlich auch mit ein Grund dafür, dass ich das Buch unbedingt sofort kaufen musste.

Ich vergebe

Sonntag, 2. August 2009

Harry Potter und der Halbblutprinz

Letzten Montag war ich mit meinen Freundinnen im Kino, selbstverständlich im neuen Harry Potter Film, dem insgesamt 6. Teil der siebenteiligen Harry-Potter-Saga von J. K. Rowling. Und ich dachte mir, dass das Anlass genug sei um meine erste Filmrezension auf meinem Blog zu posten, oder?!
Vielleicht sollte ich vorher auch noch anmerken, dass ich ein riesiger Harry Potter Fan bin, was natürlich starken Einfluss auf meine Meinung über den Film hat.

Originaltitel: Harry Potter and the Half-Blood-Prince
Herstellungsland: Großbritannien / USA
Deutscher Kinostart: 17. Juli 2009
Regie: David Yates
Darsteller: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Alan Rickman, Helena Bonham Carter, Michael Gambon, ...

Inhalt:
Harry Potters (Daniel Radcliffe) sechstes Jahr als Schüler der Zauberschule Hogwarts liegt unter den dunklen Schatten der vergangenen Ereignisse. Der dunkle Lord Voldemort ist zurückgekehrt, sein Onkel Sirius ist tot und es ist zu sehen, daß Angst und Schrecken in die Reihen der Zauberer und Hexen einziehen. Da Harry jetzt von der Prophezeiung bezüglich sich und Voldemort und ihrer Abhängigkeit voneinander weiß, soll er nun auf einen eventuellen Angriff des dunklen Lords vorbereitet werden, während der Orden des Phoenix, die Vereinigung der Widerständler bemüht ist, das Schlimmste zu verhindern. Mit Horace Slughorn (Jim Broadbent) zieht ein neuer Lehrer in die Schule ein, doch zu aller Überraschung ist er als neuer Zaubertranklehrer vorgesehen, dafür übernimmt der Harry eher übel gesinnte Severus Snape (Alan Rickman) nun doch noch das Fach "Verteidigung gegen die dunklen Künste". Snape ist Mitglied des Ordens, doch was niemand weiß, ist, daß ihm als ehemaligem Todesser von Draco Malfoys Mutter ein unlösbarer Schwur abgenommen wurde, Draco zu schützen und gerade der scheint in diesem Jahr eine geheimnisvolle Sonderaufgabe abbekommen zu haben. Gleichzeitig weiht Schulleiter Dumbledore Harry häppchenweise in die Geheimnisse um Voldemorts Vergangenheit ein...

Meine Meinung: Ich weiß nicht, aber irgendwie habe ich mir etwas mehr von dieser 6. Harry-Potter-Verfilmung erhofft. Ganz hollywood-like wurde die Liebe dieses Mal in den Mittelpunkt des Filmes gestellt, alles andere stand irgendwie hinten an. Der Film heißt ja Harry Potter und der Halbblutprinz, aber das Snape der Halbblutprinz ist nimmt Harry im Film, kurz vor Schluss, scheinbar emotionslos hin. Mir ist schon klar, dass man ein so dickes und informationsreiches Buch wie Harry Potter nicht 1 zu 1 umsetzen kann, aber dieses Mal ging mit der Regiseur mit den Streichungen und Veränderungen vieler Tatsachen und wichtiger Szenen einfach so weit. So wird zum Beispiel das ganze Ende des Films verändert und Dumbledors Beerdigung schlicht weggelassen oder nur ganz wenig über die wichtige Rolle der Horkruxe erzählt. Tom Riddles so wichtige Vergangenheit bereist Harry nur zwei kurze Male.

Natürlich gab es aber auch einige Dinge dir mir gefallen haben, so spielt Helena Bonham Carter eine grandiose Bellatrix Lestrange und Rupert Grint scheint die Rolle des etwas trotteligen Mädchenschwarms Ron Weasleys wie auf den Leib geschrieben zu sein. Ein Muss für jeden Harry-Potter-Fan - allerdings müssen die Buchliebhaber sich mit dieser etwas abgeänderten Version zufrieden geben, es ist nun einmal ein Hollywood-Film und deswegen machen natürlich auch die Neckereien zwischen Ron und Hermine spass. So etwas gehört nun einmal zum Kino dazu, auch wenn ich denke, dass die Menschen, die die Harry-Potter-Bücher nicht kennen, echt verwirrt sein müssen wenn sie aus dem Kino kommen, denn viele Erklärungen gibt es in Harry Potter und der Halbblutprinz nicht.




Samstag, 1. August 2009

Der Wunschpunsch



Michael Ende
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
ISBN: 978-3551358301 . 235 Seiten

Inhalt: Der Geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, haben ein großes Problem: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und beide haben ihr Soll an bösen Taten noch lange nicht erfüllt. Daran sind nur Kater Maurizio und der Rabe Jakob schuld, die ihnen vom Hohen Rat der Tiere auf den Hals gehetzt wurden. Doch mit einem besonders raffinierten Plan könnte es den beiden Zauberern noch gelingen, den Rückstand an bösen Taten aufzuarbeien. Maurizio und Jakob entdecken die bösen Absichten, aber können sie diese auch verhindern? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Erster Satz: An diesem letzten Nachmittag des Jahres war es schon ungewöhnlich früh stockdunkel geworden.

Meine Meinung: Ich bin wirklich froh darüber, dass ich dieses niedliche Buch noch einmal gelesen habe. Ich konnte mich vorher nur noch an ein paar Einzelheite erinnern, während des Lesens kam dann immer mehr zurück. Rabe Jakob und Kater Moritz alias Maurizio di Mauri kann man eigentlich nur ins Herz schließen. Die liebevollen Beschreibungen des dicken, dümmenlichen Katers und des Raben Jakobs mit den vielen Frauen (Elvira, Clara, ...) und dem Sprachfehler waren einfach herrlich. Ich habe mich beim Lesen prächtig amüsiert. Ein tolles Kinder/Jugendbuch das in keinem Bücherregal fehlen sollte und das durchaus für Erwachsene geeignet ist. Meine Lesesommerperle, weil es noch schöner war, als ich es in Erinnerung hatte.



Eindrücke: Niemand in der ganzen Stadt ahnte das Unheil, das sich in der Villa Albtraum vorbereitete. Und niemand bemerkte den kleinen dicken Kater und den zerrupften Raben, die sich auf den Weg ins Ungewisse gemacht hatten, um Rettung zu suchen. [Seite 132]

Nun wird gewiss niemand ernstlich erwarten hier die ganze Liste aller Zutaten abgedruckt zu finden, die zur Bereitung des satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches erforderlich sind. Der Grund darauf besser zu verzichten, liegt nicht nur daran, dass eine solche vollständige Liste diese Geschichte über Gebühr in die Länge ziehen würde (immerhin war die Rezeptrolle etwa fünf Meter lang), sondern viel mehr noch in einer wohlbegründeten Sorge: Es ist ja niemals vorherzusehen, in wessen Hände ein Buch wie dieses hier geraten wird, und es soll niemand in Versuchung geführt werden, sich möglicherweise selbst an das Brauen dieses diabolischen Getränks zu machen. Es gibt sowieso schon viel zu viele Leute vom Schlage Irrwitzers und Tyrannjas auf der Welt. Der vernünftige Leser wird deshalb um Verständnis gebeten, dass hire das größte Teils der Angaben übersprungen werden muss. [Seite 141]

Samstag, 18. Juli 2009

Der geheime Zirkel





Libba Bray
Der geheime Zirkel I - Gemmas Visionen
Originaltitel:
A Great and Terrible Beauty
(The Gemma Doyle Trilogy)
aus dem Englischen von Ingrid Weixelbaumer
ISBN: 978-3423712286 . 480 Seiten


England,1895: Die 16-jährige Gemma wird auf einem Internat für höhere Töchter zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Hier sollen ihr die Aufsässigkeit und sonstiges unziemliches Betragen ausgetrieben werden. Gemeinsam mit drei anderen Mädchen gründet Gemma, den strengen Regeln der Akademie zum Trotz, einen geheimen Zirkel. Das neu entstandene Kleeblatt Felicity, Pippa, Gemma und Ann trifft sich heimlich nachts, um dem Schulalltag zu entkommen, verbotenen Alkohol zu probieren und über Übersinnliches zu spekulieren. Eines Tages passiert es dann: Für Gemma öffnet sich ein Tor aus Licht und mit ihren Freundinnen tritt sie in ein fantastische Reich über, in dem alle Träume und Wünsche wahr werden. Doch bald schon erkennen sie, dass das magische Reich bedroht ist. Eine schreckliche Macht namens Circe will die Magie des Ortes für sich besitzen ... (Kurzbeschreibung)

Erster Satz: "Bitte sag nicht, dass die zu meinem Geburtstagsessen heute Abend gehört."

Zu Anfang habe ich, muss ich gestehen, gedacht, dass die "der Geheime Zirkel Reihe" von Libba Bray so etwa mit Harry Potter zu vergleichen wäre. Zumindestens gibt es zwei sich überschneidende Kriterien: ein Internat und die Magie bzw Zauberei. Doch Gemmas Visionen, der 1. Band der Reihe ist sicherlich nicht mit Harry Potter zu vergleichen und auch ganz bestimmt nichts für Jungs.
Die 16 Jährige Gemma Doyle kommt nach dem tragischen Tod ihrer Mutter auf ein Mädchen-Internat in London. Dort lernt sie ihre Freundinnen: Pippa, Fee und Ann kennen mit denen sie nach einiger Zeit ein besonderes Geheimnis teilt. Nacht für Nacht begeben sich die vier Freundinnen durch das Tor aus Licht in das Magische Reich und schon beginnt ein gefährliches Spiel mit den Feuer.
Gemmas Visionen liest sich leicht und flüssig, die Seiten sind nur so dahin geflogen, wenn man einmal richtig in der Geschichte steckte. Besonders der Internats-Flair hatte es mir angetan, was wohl auch daran lag, dass ich Internatsgeschichte wie Hanni und Nanni als Kind geliebt habe und es heute immer noch tue. Die Geschichte ist fast bis zum Ende trotz dem Einfluss von Fanaty sehr real geschrieben und die unterschiedlichen Charaktäre werden sehr detailiert beschrieben. Besonders Ann und Pippa sind mir sehr ans Herz gewachsen. Nicht nachvollziehbar fand ich Felicitys Reaktion am Ende, bei der die Autorin meiner Meinung nach etwas übertrieben hat. Ansonsten kann ich dieses Buch nur jeden ans Herz legen, der Jugendbücher mit Fantasy Einschlag mag und Harry Potter mag vielleicht auch keine schlechte Voraussetzung sein. Die nächsten Teile der Trilogie möchte ich auf jeden Fall lesen. Ich bin schon ganz gespannt, wie es mit Gemma und ihren Freundinnen weiter geht.


Ich vergebe:

smilies smileys smilies smileys smilies smileys smilies smileys + smilies smileys 4,5 von 5 Sonnen

Lieblingstelle:

Wir schlafwandeln durch den Tag, mit einem verzückten Lächeln auf dem Gesicht. Die anderen Mädchen sausen durch die Gänge an uns vorbei. Wir schweben durch sie hindurch, von einer Unterrichtsstunde zur nächsten, wahren den Schein, ohne innerlich beteiligt zu sein. Wir halten die vergangene Nacht lebendig, indem wir uns heimliche Blicke zuwerfen und verschlüsselte Bemerkungen fallen lassen, die unsere Lehrer verblüffen und uns Eingeweihten ein Grinsen entlockt.
Wir verstehen einander. Wir haben ein Geheimnis.
Kein schreckliches Geheimnis wie das, das ich mit meiner Familie und mit Kartik teile, vielmehr ein köstlich verbotenes Geheimnis, das uns verbindet. Vorfreude pulst durch unsere Adern und stellt unsere Geduld auf eine harte Probe. Wir können nichts anderes tun, als den Tag hinter uns zu bringen und auf den Abend und die Nacht zu warten, in deren Schutz wir durch das Tor aus Licht wieder in das Magische Reich eintreten können. Wir sind eine einzige Person. Es gibt keine Außenseiterinnen, keine Störenfriede bei unserem Erlebnis.
[Seite 312]

Donnerstag, 2. Juli 2009

Ich lese gerade

Der geheime Zirkel - Gemmas Visionen - Libba Bray



Kurzbeschreibung:

England,1895: Die 16-jährige Gemma wird auf einem Internat für höhere Töchter zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Hier sollen ihr die Aufsässigkeit und sonstiges unziemliches Betragen ausgetrieben werden. Gemeinsam mit drei anderen Mädchen gründet Gemma, den strengen Regeln der Akademie zum Trotz, einen geheimen Zirkel. Das neu entstandene Kleeblatt Felicity, Pippa, Gemma und Ann trifft sich heimlich nachts, um dem Schulalltag zu entkommen, verbotenen Alkohol zu probieren und über Übersinnliches zu spekulieren. Eines Tages passiert es dann: Für Gemma öffnet sich ein Tor aus Licht und mit ihren Freundinnen tritt sie in ein fantastische Reich über, in dem alle Träume und Wünsche wahr werden. Doch bald schon erkennen sie, dass das magische Reich bedroht ist. Eine schreckliche Macht namens Circe will die Magie des Ortes für sich besitzen ...

Samstag, 23. Mai 2009

SuB-Zuwachs



Walter Moers
Der Schrecksenmeister
ISBN:  978-3492253772 . 382 Seiten 

Kurzbeschreibung: Jeder Buchling kennt Hildegunst von Mythenmetz' fabelhaften Roman über Echo, das Krätzchen - eine zamonische Kratze unterscheidet sich übrigens von unserer Katze lediglich dadurch, daß sie sprechen kann: In Sledwaya, der traurigsten Stadt Zamoniens, ist Echo dermaßen in Schwierigkeiten geraten, daß er gezwungen ist, mit dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin einen verhängnisvollen Vertrag zu schließen. Dieser gibt dem Schrecksenmeister Sledwayas das Recht, die Kratze beim nächsten Vollmond zu töten und ihr das Fett auszukochen. Als Gegenleistung muß Eißpin Echo dreißig Tage lang auf höchstem kulinarischen Niveau durchfüttern. Doch der Schrecksenmeister hat nicht mit dem Überlebenswillen und dem Erfindungsreichtum des Krätzchens gerechnet - vor allem nicht mit seinen neuen Freunden, der letzten Schreckse von Sledwaya, dem Einäugigen Schuhu und einem Gekochten Gespenst.

Dieses Buch habe ich bei einem Gewinnspiel von Piper-Fantasy gewonnen. Es ist sogar ein von Walter Moers signiertes Examplar. =) Als ich auch Litauen zurück gekommen bin habe ich mich riesig gefreut, als ich ein Packet auf meinem Schreibtisch gefunden haben, in dem dieses Buch war. Ich die Seite mit der Signatur mal fotografiert. Tut mir leid, dass es so unscharf geworden ist. 


Mittwoch, 22. April 2009

Der letzte Biss


 

Stephenie Meyer
Biss zum Ende der Nacht
Originaltitel: Breaking Dawn
aus dem Englischen von Silke Hachmeister
ISBN: 978-3551581990 . 788 Seiten 


Wenn man vom dem getötet wird, den man liebt, hat man keine Wahl. Wie kann man fliehen, wie kämpfen, wenn man damit dem Geliebten wehtun würde? Wenn das eigene Leben das Einzige ist, was man dem Geliebten geben kann, wie kann man es ihm dann verweigern?Wenn es jemand ist, den man wirklich liebt? Ein Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegt hinter Bella. Ein Jahr, in dem sie fast zerbrochen wäre, weil ihre Leidenschaft für Edward und ihre innige Freundschaft zu Jakob einfach unvereinbar sind. Aber nun ist ihre Entscheidung gefallen. Unwiderruflich, auch wenn es so aussieht, als setze sie eine Entwicklung in Gang, die möglicherweise verheerend für sie alle ist.Noch hofft Bella, die verschieden Fäden ihres Leben wieder zusammenführen zu können, da droht alles für immer zerstört zu werden ... (Kurzbeschreibung)

Erster Satz: Keiner starrt mich an, versicherte ich mir.

Endlich, endlich habe ich es geschafft. Ich war kurz davor es abzubrechen, aber jetzt habe ich es doch geschafft. Mit Biss zum Ende der Nacht ist Stephenie Meyer meiner Meinung nach ein gelungener Abschluss der Vampirserie gelungen. Ich will nicht zu viel verraten: Bella und Edward sind sichtlich reifer geworden. Bella und Edward heiraten gleich zum Anfang des Buches, Bella wird zum Vampir und noch mehr; die beiden werden Eltern eines kleinen Halbvampirs. Jacob selbst bekommt im letzten Band wieder einen größeren Teil zugesprochen, es gibt sogar einen ganzen Teil der nur als seiner Sicht erzählt wird. Mit diesem Teil hat ich zu Anfang ziemliche Probleme, weil ich es eben von den anderen drei Teilen gewohnt war, die Geschichte aus Bellas Sicht erzählt zu bekommen. Jetzt kann ich sagen, dass mir dieser Teil am besten gefallen hat. Auch meine Erwartungen an dieses Buch haben sich erfüllt, indem dieses Buch einfach ganz anderes war als seine drei Vorgänger. Es ging plötzlich nicht mehr darum Edward die ganze Zeit anzuschmachten, sondern es galt ganz andere Probleme zu bewältigen. Über weite Strecken des Romans habe ich mich allerdings ziemlich gelangweilt, weil einfach nichts passiert ist. Zum Ende hin auf den letzten 80 Seiten ging es dann aber plötzlich richtig zur Sache, aber wer auf einen richtigen Endkampf gewartet hat, den muss ich auch hier enttäuschen. Plötzlich traten so viele Figuren auf, von denen ich noch nie zuvor etwas gehört hatte und damit war ich schlicht weg überfordert. Gott sei dank gibt es hinten im Buch ein Vampir-Register, in das ich immer wieder schauen musste um den Anschluss nicht zu verlieren, was mich zugegeben schon ziemlich genervt hat. Das Ende des Buches hat mir dann wieder gut gefallen, auch wenn es vielleicht wieder eine Spur zu schnulzig war, aber da darauf zum größten Teil innerhalb des Buches verzichtet wurde, war es am Ende vollkommen okay. Noch einen Bella und Edward Roman würde ich allerdings nicht mehr lesen und jetzt wo es zu Ende ist, wäre es mir am liebsten gewesen, Stephenie Meyer hätte nach dem ersten Teil schluss gemacht. Trotzdem war Biss zum Ende der Nacht besser als der dritte Teil. Er war informativer und interessanter und vorallem nicht mehr so kindlich, sondern erwachsener und ein würdiges Ende für die Vampirsaga.

Ich vergebe:

smilies smileys smilies smileys smilies smileys + smilies smileys 3,5 von 5 Sonnen