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Samstag, 21. Juli 2012

[Rezension] Fast genial - Benedict Wells


Autor: Benedict Wells
Genre: Erwachsenwerden, Zeitgenössisch, Road Movie, Vatersuche
Ausführung: Hardcover, 336 Seiten
Erscheinungsjahr: 2011
Reihe: -
Preis: 19,90€
ISBN: 978-3257067897
Verlag: Diogenes






Inhalt: Die unglaubliche, aber wahre Geschichte über einen mittellosen Jungen aus dem Trailerpark, der eines Tages erfährt, dass sein ihm unbekannter Vater ein Genie ist, und sich auf die Suche nach ihm macht – das Abenteuer seines Lebens.

"Francis hatte nicht schnell genug in den Westen kommen können, doch jetzt war er insgeheim froh über jede Pause auf dem Weg zu seinem Vater. Was, wenn er ihm nicht genügte, wenn er abgelehnt wurde? Am liebsten wäre er einfach nur sein ganzes Leben lang unterwegs zu ihm gewesen, ohne jemals anzukommen." [Seite 202]
Rezension: Eigentlich hat Francis bereits mit seinem Leben abgeschlossen. Nachdem seine Mutter von ihrem Freund verlassen wurde,  musste die beiden in einen Trailerpark am Stadtrand ziehen und wohnen nun am Rand der Gesellschaft. Doch als seine Mutter wieder einmal wegen ihrer Depressionen in eine Klinik eingewiesen wird und sich anschließen versucht umzubringen, ändert sich Francis Leben. Seine Mutter schreibt ihm einen Abschiedsbrief, indem sie ihm verrät, dass sein Vater keines ihrer vielen One-Night-Stands gewesen ist, sondern er das Resultat eines einzigartigen Projektes sei - der Samenbank der Genies. Plötzlich hat Francis wieder eine Lebensperspektive - er will seinen Vater finden!

Gemeinsam mit seinem besten Freund Grover und seiner Bekannten Anne-May, die er in der Klinik seiner Mutter kennengelernt hat,  macht sich von Francis auf eine Reise durch Amerika um seinen Vater zu finden. Auf ihrer Reise erleben die Drei eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Während Francis von der Idee ein Genie als Vater zu haben begeistert ist und ihn der Gedanke auch ein Genie sein zu können fasziniert, denn nun scheint der mögliche Schulabschluss und das damit verbundene Studium nicht mehr in all zu weiter Ferne zu sein, von dem er dann später eine eigene Familie ernähren könnte, beginnt der schüchterne Grover hinter seiner aufgebauten Fassade hervor zu kommen und über seinen Schatten zu springen. Und auch Anne-May, die sich vor ihrem Klinikaufenthalt versucht hat das Leben zu nehmen, muss sich während der Reise vermehrt  mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und beginnt sich Francis zu öffnen. 

Alle drei Charaktere sind ein wenig skurril, die mit viel Humor aber auch der nötigen Portion Ernsthaftigkeit mit ihrer Lebenssituation umgehen. Das kenne ich schon aus dem letzten Buch, das ich von Benedict Wells gelesen habe. Das ist ein Teil seines Stils und der gefällt mir gut. Die ganze Geschichte spinnt sich um den Titel und auch wenn ich nach einiger Zeit meinte zu wissen, worauf dieses Buch hinaus will, so hat mich der Weg dort hin überzeugt. Ich will nicht sagen, dass das Buch vorhersehbar ist, nein, es ist auch keines dieser Bücher, das ein Happy-End braucht um den Leser zu befriedigen. Das Ende dieses Buches ist schon sehr besonders und das mag einigen Lesern nicht gefallen. Mir persönlich gefällt es aber, wenn der Leser nach dem Beenden eines Buches noch weiterdenken muss, wie es in diesem Fall ist. Es gibt einfach Bücher, denen ein offenes Ende unheimlich gut steht und Fast genial ist für mich eines dieser Bücher. 
"Mal hatte man Glück, lebte in einem reichen Land oder war mit Gesundheit und Intelligenz gesegnet, mal hatte man Pech und war leider dumm, bekam Krebs oder kam in einem Slum von Afrika auf die Welt und starb, ehe man das Wort "sterben" überhaut buchstabieren lernte. [...] Es war alles willkürlich und wahnsinnig, wieso also nicht gleich nach Las Vegas fahren und dort um Leben und Tod spielen. Da setze man sich der Ungerechtigkeit wenigstens freiwillig aus, im Grunde war das der ehrlichste Ort auf dieser Erde.“ [Seite 317-318]
Fazit: Fast genial von Benedict Wells ist so wie der Titel es sagt, eben fast genial! Wer Bücher mit besonderen Charakteren mag, die sich gemeinsam auf eine Reise begeben und daran wachsen, für den ist dieses Buch genau das Richtige. Es ist aber auch ein Buch über das Schicksal und der Frage, ob eben dieses vererbbar ist oder ob man seinem Schicksal entgehen kann und es schafft seinen eigenen selbstbestimmten Weg zu gehen. Genial zu sein könnte eben so ein Ausweg sein, findet Francis. Aber muss man immer genial sein um seinen eigenen Weg zu finden?


Dienstag, 3. April 2012

[Gehört] Rubinrotes Herz, Eisblaue See - Morgan Callan Rogers

{Gehört und Gelesen ist eine Kategorie, in der ich Bücher und Hörbücher kurz vorstelle und beurteile.}

Inhalt: Ein Fischerdorf an der Küste Maines. Die elfjährige Florine lebt geborgen bei ihren Eltern, der lebenshungrigen Mutter Carlie und dem bodenständigen Vater. Bis Carlie eines Tages spurlos verschwindet. Alle Nachforschungen laufen ins Leere und die Frage, was mit ihrer Mutter geschah, wird Florine in den folgenden Jahren ständig begleiten. Zudem muss sie mit der Zumutung fertig werden, dass das Leben um sie herum trotzdem weitergeht: Ihr Vater bandelt wieder mit seiner Jugendliebe an, ihre geliebte Großmutter altert zusehends, und ihr bester Freund hat nur noch Augen für seine neue Freundin. Doch Florine lässt sich nicht beirren und gibt das Warten auf die Rückkehr der Mutter nicht auf. Schlagfertig und mit einem ganz eigenen Humor erzählt sie davon, was es heißt, sich treu zu bleiben und sein Glück zu finden.


AUTOR Morgan Callan Rogers | GENRE  Roman | MINUTEN 331 | SPRECHER Luise Helm

Dieser Roman hat mich sichtlich überrascht, obwohl das Buch auf meinem Wunschzettel stand, wusste ich nicht genau was mich erwartet, als ich das Hörbuch aus der Bücherei ausgeliehen habe. Nachdem ich mich mit der Stimme von Luise Helm angefreundet hatte, warteten ein paar wunderschöne Hörbuchstunden im Amerika der 60er Jahre. Wir treffen auf Florine, deren Mutter auf einmal plötzlich verwindet. Dieser Verlust reißt Florine und ihrem Vater den Boden unter den Füßen weg und sie fallen in ein tiefes Loch. Doch wir sehen Florine auch wieder aufstehen, wie sie versucht sich in ihrem neuen, anderen Leben zurecht zu finden und dabei auch noch beginnt erwachsen zu werden. Durch ihren besonders beschreibenden Schreibstil schafft es die Autorin, das kleine Fischerdörfchen The Point zum Leben zu erwecken und ihre Charaktere mit ihm. Rubinrotes Herz, Eisblaue See ist ein melancholisches, tiefgründiges Buch über Verlust und Verzweiflung und die immer wieder aufkeimende Hoffnung. 




Montag, 12. März 2012

[Rezension] Dark Canopy - Jennifer Benkau

Inhalt: Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr.








AUTOR Jennifer Benkau | GENRE Dystopie | SEITEN 525 | FORMAT Gebunden | ERSCHEINUNGSJAHR März 2012 
Rezension: Joy, 20 Jahre, lebt in einer zweigeteilten Welt, einer Welt in der es gut und böse gibt. Die Percents, eine vom Menschen erschaffene Spezies, haben die Weltherrschaft übernommen. Joy ist Mitglied in einem der Rebellenclans, sie gerät während eines Auftrags Essen für den Clan zu beschaffen in einen Hinterhalt, bei dem ihre Freundin Amber von den Percents gefangen genommen wird. Als Joy gemeinsam mit anderen Clanmitgliedern versuche ihre Freundin zu befreien, schlägt der Plan fehl und Joy gerät selbst in Gefangenschaft. Sie wird dem Percent-Krieger Neél als Soldatin zu Ausbildungszwecken zur Seite gestellt. Für Joy gibt es nichts schlimmeres als jeden Tag mit einem Percent zu verbringen, doch mit der Zeit verändern sich die Gefühle auf beiden Seiten ...
Joy ist bereits zu Zeiten von Dark Canopy aufgewachsen. Dark Canopy ist eine von den Percents geschaffene Maschine, die den Himmel nach Sonnenaufgang abdunkelt, da die Haut der Percents kein Sonnenlicht verträgt. Jennifer Benkau hat es geschafft diese düstere Umgebung zwischen den Seiten einzufangen und sie auf ihre Charaktere zu übertragen. Joy ist alles andere als die typische Romanheldin, sie ist eigenwillig und stur und vor allem durch ihr Leben, das durch Verzicht und Verlust gekennzeichnet ist, abgehärtet, sodass sie nur selten bereit ist, ihre Gefühle zu zeigen. Das bekommt besonders Neél zu spüren, der von Anfang an versucht eine Beziehung zu Joy aufzubauen. Neél ist anders, als der Großteil der Percents. Am Anfang des Buches wirkt er bedrohlich, brutal und  unnahbar, doch dem Leser wird schnell klar das sich hinter dieser Fassade jemand ganz anderes versteckt ...
Das Buch wird die meiste Zeit über aus der Perspektive von Joy geschrieben. In einigen Passagen kommt aber auch ihr Freund, der Rebellenclanführer Matthial zu Wort, der versucht zu ergründen was mit Joy passiert ist. So lernen wir auch im Gegenzug auch noch etwas vom Geschehen außerhalb der Lebenswelt der beiden Protagonisten kennen.
Benkau schafft es die innerliche Zerrissenheit beider Charaktere vor allem durch die viele Zeit, die sie sich für die Charakterbeschreibungen nimmt, klar darzustellen. Joy und Neél sind beide fest in ihren Systemen verwurzelt und identifizieren sich durch sie. Besonders Joy tut sich schwer damit, die Position der Percents verstehen und zu akzeptieren, dass auch die Menschen an der aktuellen Situation nicht ganz unschuldig sind. Der Spannungsbogen wird von Anfang an hoch gehalten, sodass mir als Leser nie langweilig geworden ist oder ich das Gefühl hatte, dass die eine oder andere Passage unnötig gewesen wäre. Im Gegenteil, dass Buch war so spannend, dass ich es trotz seiner Länge von knapp 530 Seiten kaum aus der Hand legen konnte. Das Ende ist im wahrsten Sinne des Wortes brutal und ich hatte am liebsten laut aufgeschrien, wie die Autorin es sich nur trauen konnte, so ein Ende zu schreiben. Zum Glück soll bereits nächste Jahr der zweite und letzte Teil dieser Dilogie erscheinen. 


Fazit: Die Welt von Dark Canopy hat mich beim Lesen der ersten Seiten gefangen genommen und erst nachdem Schließen des Buches wieder freigegeben. Diese Dystopie scheint unwahrscheinlich real und zeigt uns aber auch, dass gut nicht immer gut  und böse nicht immer böse bedeuten muss. Dark Canopy bietet einen grandiosen Plot, tiefgründige, ehrliche und gefühlvolle Charaktere versammelt in einer Welt so brutal und schwarz wie die Nacht. 









Freitag, 30. Dezember 2011

Zwei an einem Tag

AUTOR David Nicholls | TITEL Zwei an einem Tag
ORIGINALTITEL One Day | ERSCHEINUNGSJAHR 2009
GENRE Roman | FORMAT Taschenbuch | SEITENZAHL 543

Inhalt: »Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!« Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden Sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?
 
"Warum? Was willst du denn tun?", fragte sie, obwohl sie die Antwort kannte.
Sanft legte er ihr die Hand auf den Nacken, während sie leicht die Hand auf seine Hüfte legte,
und sie küssten sich mitten auf der Straße, während um sie herum die Leute im Sommerlicht nach Hause eilten,
und es war der innigste Kuss, den die beiden je erleben sollten.
Hier begann alles. Hier, an diesem Tag fing alles an. [S.541]

Rezension: Am Freitag, den 15. Juli 1988 treffen sich Emma Morley und Dexter Mayhew das erste Mal und verbringe eine Nacht miteinander, die sie mit langen Gesprächen verbringen, es ist ihr letzte Tag am College - Morgen wird ihr neues Leben beginnen.
Seit dieser gemeinsamen Nacht wissen Emma und Dexter insgeheim, dass sie für einander bestimmt sind. Sie werden Freunde, beginnen beide unabhängig voneinander ihr Leben zu leben. Wir begleiten die beiden während der nächsten zwanzig Jahre ihres Lebens - erfahren wie Dexter zuerst eine steile Karriere beim Fernsehen beginnt und Emma unzufrieden in einem mexikanischen Restaurant arbeitet, sich verlieben, Eltern werden, Bücher schreiben und total abstürzen, sich dabei aber nie aus den Augen verlieren. Em und Dex sind beste Freunde, teilen ihre Pläne und Sehnsüchte miteinander; lieben und hassen sich.
Wir als Leser erleben wie die beiden Fehler machen und immer wieder neue Wege, Umwege gehen, von denen wir sie gerne abgehalten hätten. Genau diese Charakterzeichnung macht Emma und Dexter so greifbar. Wir fühlen und leiden mit ihnen, wünschen uns nichts mehr, als das die beiden endlich wieder zueinander finden.
Jedes einzelne der zwanzige Jahre findet in einem Kapitel platz, schafft so die Möglichkeit für den Autor, soviele Facetten der Charaktäre auf zu zeigen wie möglich. Außerdem ist es ein besonderer Reiz für den Leser nach jedem Kapitel zu rätseln wie es Emma und Dexter ein Jahr später ergeht und was im letzten Jahr geschehen ist.
Nicholls Schreibstil ist sehr flüssig und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wenn nicht mein Praktikum dazwischengekommen wäre, wäre ich mit Sicherheit viel schneller fertig gewesen. Eine wunderschöne und zugleich sehr traurige Liebesgeschichte, die mich tief berührt hat. 

"Und – was ist mit Ihnen passiert?"
"Das Leben. Das Leben ist passiert." [S. 378]

 eine wunderschöne Liebegeschichte

Montag, 23. Mai 2011

[Rezension] Das Geheimnis der roten Villa - Cristina López Barrio


AUTOR Cristina López Barrio | TITEL Das Geheimnis der roten Villa
ORIGINALTITEL La Casa de los amores imposibles | ERSCHEINUNGSJAHR 2010
GENRE Roman | SEITENZAHL 414 | SONSTIGES Clubpremiere

Inhalt: Auf den Frauen der Familie Laguna liegt ein jahrhundertealter Fluch: Sie sind dazu verdammt, uneheliche Töchter zu gebären. Auch die schöne Clara vermag diesem Schicksal nicht zu entgehen. Als sie sich in einen feurigen Andalusier verliebt und schwanger wird, kauft er ihr die »rote Villa« - und verlässt sie. Hier, in diesem geheimnisumwobenen Haus, wird sich fortan das Schicksal der Laguna-Frauen, die doch alle so unterschiedlich sind, entscheiden.

Meinung: Clara lebt mit ihrer alten Mutter in einem kleinen kastilischen Dorf, in dem jeder über die Hexe Laguna und ihre wunderschöne Tochter spricht. Die Frauen der Famiie Laguna sind dazu verflucht, in einsames Leben verbittertes Leben zu fristen- sie verlieben sich, werden von ihren Männern verlassen und gebären Töchter, die sie dann alleine aufziehen und den Fluch in die nächste Generation tragen. Auch Clara verliebt sich, in einen Andalusier, der nie länger als ein paar Monate im Jahr in der kastilische Dorf kommt. Er versprich Clara sie zu heiraten, sobald die Zeit gekommen ist - doch dann wird sie schwanger und er verälsst sie, kauft ihr ein Haus und kommt nie mehr zurück. Clara nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand und eröffnet ein Bordell in der "roten Villa", in der später dann ihre Tochter geboren und aufwachsen wird sowie später auch die nachfolgenden Laguna-Generationen ...

Der Einstieg in dieses Buch war recht flüssig, da die Autorin mit ihrer Sprache eine schöne Atmosphäre schuf, die die Lebenumständige von Clara Laguna und ihrer Mutter wunderbar einfing. Ich wusste nicht so recht, ob ich nun mitleid mit der Familie haben sollte und oder nicht und war dann recht froh, als sich dann doch ein Mann für Clara fand und alles so schien, als könne sich doch glücklich werden. Als dieser sie dann verlässt nimmt die Geschicht richtig Fahrt auf und bringt quasi einen Stein mit dem Umzug in die rote Villa ins Rollen. Die rote Villa ist ab diesem Zeitpunkt der Dreh- und Angelpunkt in der Geschichte, in dem jedes Familienmitglied seine eigene Geschichte erlebt. Wir ein neues Lagunamitglied geboren, wechselt die Erzählperspektive automatisch in die des Kindes. Als Kinder waren mir die meisten Protagonisten noch sehr sympatisch, doch sobald sie erwachsen und Mütter würden, änderte es sich. Von allen in dem Roman vorkommenden Protagonistinnen mochte ich genau eine - das ist auch mein großer Kritikpunkt an diesem Buch. Ich kann nicht wirklich damit umgehen, wenn ich die Hauptprotagonisten eines Romans nicht mag. So interessant ich die Geschichte rund um die Familie Laguna und die rote Villa auch fand, meine Antipathie gegenüber den Frauen hat mein Leseerlebnis deutlich getrübt. Eine der Frauen wird z.B. zur Möderin, weil sie ihre Tochter unbedingt vor dem Fluch bewahren will. Vielleicht macht auch genau dieses Stilmittel den Roman aus, so wird z.B. im Buch auch der eigentlich Fluch der Lagunafrauen mit deren eigenseitigem Hass aufeinander begründet mit dem sie sich das Leben schwer machen. Mir hat es leider nicht gefallen.


 3 Punkte

Mittwoch, 8. September 2010

Alle sieben Wellen









Daniel Glattauer
Alle sieben Wellen
ISBN:
978-3552060937 . 222 Seiten
erschienen im Februar 2009

Inhalt: Erstens: Sie kennen Emmi Rothner und Leo Leike? Dann haben Sie also "Gut gegen Nordwind" gelesen, jene ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen, die einander nie gesehen haben, per E-Mail rettungslos verlieben. Zweitens: Für Sie ist die Geschichte von Emmi und Leo und ihrer unerfüllten Liebe abgeschlossen. Mag sein. Aber nicht für Emmi und Leo! Drittens: Sie sind der Ansicht, dass die Liebenden zumindest eine einzige wirkliche Begegnung verdient hätten und der Roman eine zweite Chance auf ein anderes Ende? Bitte, hier haben Sie's! Viertens: Sie haben keine Ahnung, wovon hier die Rede ist? Kein Problem. In diesem Buch erfahren Sie alles: von Leos Rückkehr aus Boston, von Emmis Eheproblemen und von der siebenten Welle, die immer für Überraschungen gut ist.

Nach dem Lesen: "Alle sieben Wellen" schließt direkt an das Ende von "Gut gegen Nordwind" an. Und genau deswegen war ich am Anfang eher skeptisch, ob die Fortsetzung den selben "Zauber" ausstrahlen kann, wie der erste Teil. Nach den ersten ca. zehn Seiten war ich mir dann sicher, dass er es nicht kann. Es hat ziemlich lange gedauert, bis endlich wieder die Atmospäre des ersten Buches aufkaum und Emmi und Leo wieder die Emmi und der Leo waren, die ich kannte. Von der Handlung selbst war ich stellenweise ziemlich enttäuscht, weil sie zvorhersehbar war und es fast nichts gab, was man sich nicht auch hätte denken können. Am Ende gibt es dann lang ersehnte Happy-End, das es im ersten Band nicht gegeben hat. Im Nachhinein hätte ich "Alle sieben Wellen" am liebsten nicht gelesen, einfach weil mir die Geschichte abgeschlossen nach "Gut gegen Nordwind" besser gefallen hat. Trotzdem habe ich "Alle sieben Wellen" gerne gelesen, da es auch hier schöne poetische Stellen und spritzige Emaildialoge gab und ich den Titel im Bezug auf die siebte Welle sehr gut gewählt finde. Diesen Roman kann man lesen, muss man aber nicht.

3,5 / 5 Punkten



Samstag, 31. Juli 2010

SuB-Zuwachs im Juni & Juli


Im Juni und Juli 2010 sind folgende Bücher bei mir eingezogen. Mein SuB umfasst nun 44 Bücher.

Elises Traum von Toril Brekke
Kurzbeschreibung: Wer waren diese Männer und Frauen, die 1825 von Norwegen nach Amerika auswanderten? Welche Hoffnungen trieben sie dazu, ihre Heimat zu verlassen, um eine gefährliche und strapaziöse Überfahrt in ein unbekanntes Land zu wagen?

Himmelsstürmer: Zwölf Portraits von Marc Capus

Kurzbeschreibung: Träumer, Erfinder, Abenteurer – Himmelsstürmer erobern die Welt
Nach dem fulminanten Erfolg seines Romans „Eine Frage der Zeit“ zeichnet Alex Capus die Lebensspuren von zwölf Himmelsstürmern nach – kleine Leute aus einem kleinen Land, die in der großen Welt ihr Glück suchten und ungewöhnliche Taten vollbrachten.

Weisse Geister von Alice Greenway
- bereits gelesen -
Kurzbeschreibung: »Der Sommer, von dem ich erzählen will, ist die einzige Zeit von Bedeutung. Es ist die Zeit, an die ich denken werde, wenn ich sterbe, so wie sich andere vielleicht einen verlorenen Liebhaber ins Gedächtnis rufen oder einer Liebe nachtrauern, die nie zustande kam. Für mich gibt es nur eine Geschichte. Es ist die meiner Schwester Frankies Geschichte.«

Sonnenscheinpferd von Steinunn Sigurðardóttir
Kurzbeschreibung: Erinnerungen unter Eis Nach fünfundzwanzig Jahren begegnet Lilla, auf Deutsch «die Kleine», ihrem Geliebten aus Jugendtagen wieder. Er lädt sie für ein Wochenende in sein Landhaus ein, und beide hoffen, sich einander wieder annähern zu können. Ein dramatisches Ereignis hatte ihre Liebe damals absterben lassen. Das Treffen fördert nun die Schatten der Vergangenheit zutage: Erinnerungen an den kleinen Bruder, um den Lilla sich schon früh kümmern musste. An ihre Mutter, die nicht fähig war, ihre eigenen Kinder zu lieben. An das deutsche Kindermädchen Magda, das ihr so viel bedeutete – bis es die Familie verließ. Aber eines ist sicher: Lilla will endlich ein Sonnenscheinkind werden.

Und im Zweifel für dich selbst von Elisabeth Rank - bereits gelesen -
Kurzbeschreibung: Wenn man zwanzig ist und nie auf die Idee kommen würde, jeden Tag so zu leben, als wäre es der letzte - wie geht man dann mit dem Tod des Geliebten um?

Becks letzter Sommer von Benedict Wells
Kurzbeschreibung: Ein liebeskranker Lehrer, ein ausgeflippter Deutschafrikaner und ein musikalisches Wunderkind aus Litauen auf dem Trip ihres Lebens, von München durch Osteuropa nach Istanbul. Unter den Fittichen eines alternden Rockstars und seiner unsterblichen Songs. Ein Roman über die Musik, die Liebe und das Leben - schräg, witzig, weise und berührend. Das Debüt eines dreiundzwanzigjährigen Autors.

Totenbraut von Nina Blazon - bereits gelesen -
Kurzbeschreibung: 1731, in den Wäldern Serbiens: Für eine Handvoll Gold wird das Mädchen Jasna von ihrem Vater an einen reichen Gutsbesitzer verkauft. Der rätselhafte Fremde nimmt das Mädchen mit auf seinen Hof an der Grenze zum Osmanischen Reich. Dort wird Jasna mit seinem Sohn Danilo verheiratet. Schnell stellt die junge Braut fest, dass ein schrecklicher Fluch auf der Familie lastet. Gibt es in Danilos Familie wirklich einen Vampir, wie im Dorf gemunkelt wird? Während sich die mysteriösen Vorkommnisse häufen, gerät Jasna in den Bann des faszinierenden Duschan. Aber auch er hat ein dunkles Geheimnis ...

Der Außenseiter von Sadie Jones
Kurzbeschreibung: Fern der Routine des Kleinstadtlebens genießt es Lewis, mit seiner schönen, rastlosen Mutter durch die Wälder zu streifen – bis an einem Sommertag am Fluss ein schreckliches Unglück geschieht. Lewis bleibt verstört zurück. Als ihm wenige Monate später die junge Alice als Stiefmutter vorgestellt wird, entladen sich seine Trauer und Wut schließlich in einer Katastrophe …

Mittwoch, 14. Juli 2010

Und im Zweifel für dich selbst





Elisabeth Rank
Und im Zweifel für dich selbst
ISBN:
978-3-518-46143-3 . 200 Seiten
erschienen am 22. Februar 2010
http://mevme.com/lizblog (Lisa Ranks Blog)


Inhalt: Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, bricht die Existenz von Lene und Tonia in Stüke. Berlin, Prüfungen, Partys - nichts in ihrem Leben ist bislang besonders schwerwiegend gewesen. Nutze den Tag, war nur ein hübscher Spruch in Schönschrift. Als sie plötzlich mit einem schrecklichen Verlust klarkommen müssen, setzen sie sich ins Auto und fahren los, erst mal nur weg, kreuz und quer durchs sommerlich heiße Mecklenburg, Hauptsache nicht zurück, denn zu Hause wird alles anders sein. Doch am Meer geht es nicht mehr weiter, und Tonia, die Erzählerin, begreift: So sehr man glaubt, die Welt bleibt stehen, es geht immer weiter. Für die anderen, die noch da sind. Für die neue Liebe. Und im Zweifel für sich selbst.

Nach dem Lesen: "Und im Zweifel für dich selbst" war für mich kein Buch, das man einfach so schnell runterlesen kann. Es behandelt ein sehr emotionales Thema, den Tod von Lenes Freund Tim. Daraufhin flieht Lene zusammen mit ihrer Freundin Tonia vorübergehend aus ihrem alten Leben. Die beiden fahren ans Meer. Die Geschichte wird die meiste Zeit über aus der Sicht von Tonia, Lenes Freundin erzählt. Aber auch Lenes Gedanken tauchen auf. Es sind Erinnerungen an bestimmte Dinge oder Situationen, die sie zusammen mit Tim erlebt hat. Diese Stellen stechen durch die kursive Schrift hervor. Besonders gut an diesem Buch hat mir der Schreibstil der Autorin gefallen, sie beherrscht es wirklich Situationen so detailreich zu beschreiben, dass ich sie vor meinem inneren Auge sehen konnte. Allerdings musste ich manche Stellen auch doppelt lesen, weil man sich beim Lesen sehr auf das geschriebene Wort konzentrieren musste, da man sonst einige Worte überlaß und den Zusammenhang zum Gelesenen nicht mehr herstellen konnte. Lisa Rank hat die Gefühle der beiden Protagonistinnen gut auffangen und darstellen können. Die Situation war nicht weit weg sondern könnte sich auch direkt in meinem Bekanntenkreis abspielen, was ich natürlich niemandem wünschen würde. Das ist das erschreckend Wahre an diesem kleinen, realitischen und zum Nachdenken anregenden Roman, der übrigens auch ein wunderschönes Cover hat.

4,5 / 5 Punkten

Zitate: Du hast angefangen. "Kapstadt" hast du auf ein Post-It geschrieben, es war schon dunkel draußen, deine Finger rochen nach Erdnüssen. Kapstadt hast du mir dann auf die Stirn geklebt mit ein zwei Krümeln zusammen. Ich sollte nicht raten, wer ich bin, ich sollte mitkommen.
"Irgendwann" hast du noch hinterher geschoben, und ich habe dich fragend angesehen, du hast die Hände an der Hose abgeklopft und im Schoß gefaltet, dort, wo die Schienbeine sich im Schneidersitz überkreuzen. Ich hatte keine Ahnung, was auf dem Zettel stand, und trotzdem genickt. Die Tür deines Zimmers stand offen, deine Mitbewohnerin ging durch den Flur, eine Kerze flackerte. Es gab andere Zettel, auf denen steht "Minigolf" oder "ein Bett mit Wänden", und irgendwann landen alle in dem Karton unter meinem Bett. Es gibt zwei Stapel. Die einen sind die Plänen, die anderen sind erledigt. Abgehakt und durchgestrichen. Erlebt, schon Erinnerung, Episoden von uns, Geschichten aus Sommer und Winter und großem Hurra, die ich heraushole und durchblättere, wenn etwas fehlt, wenn etwas komisch ist zwischen uns und ich mich frage, was es ist, das Problem. Der Stapel mit Plänen ist höher. Man vergleicht nicht, sagt Tonia.
Manchmal habe ich Glück, und du machst weiter. Hier und da liegt ein neuer Zettel auf dem richtigen Stapel, wenn ich eine Weile nicht nachgeschaut habe. Ich weiß nicht, wann du sie schreibst, wann dir so was einfällt. Ob du jeden Tag in der Tasche einen Post-It-Block mit dir herumträgst. Ich könnte sie lackieren und das Haus tapezieren, am liebsten würde ich sie manchmal aufessen. Ich versuche nicht oft nachzusehen, um einer Enttäuschung zu entgehen. "Lene, wir haben die Zeit unseres Lebens", sagst du, als würde ich hetzen, und klingst dabei wie ein Groschenroman. Ich frage dann zurück, wie viel die wohl wiegt, die Zeit unseres Lebens, damit ich mir vorstellen kann , wie lang das wohl ist. "Für auf damit", beendest du unser Kräftemessen, eigentlich jedes und ich frage mich selbst, wie viel Zeit vergehen muss, bis ich zur Vernunft komme. Unsere Pläne sind ein Daumenkino. [Seite 80/81]

Nicht viele Leute waren um diese Zeit noch unterwegs, aber langsam kam die Vertrautheit zurück. Es ist seltsam, dass man es nie merkt, wenn jemand die Stadt verlässt oder hinzukommt. Fehlt dann aber einer, der dir nahe steht, macht es etwas aus. Jedes Straßenschild, jede Ecke bekommt eine Konnotation, die Dinge sehen verändert aus, obwohl sie sich nicht einen Zentimeter bewegt haben. Es ist, als sähe man alles ein paar Sekunden lang zum allerersten Mal. Einer weniger. [Seite 173/174]

Montag, 14. Juni 2010

Irgendwie mein Leben





Mila Lippke
Irgendwie mein Leben
ISBN:978-3548281865 . 411 Seiten
erschienen am 15. April 2010

Inhalt: Mara ist überglücklich: Sie ist im neunten Monat schwanger und kann es kaum erwarten, dass ihre Tochter Finja endlich auf die Welt kommt. Wie im Rausch erlebt Mara diese Zeit der freudigen Sehnsucht. Zusammen mit ihrem Mann Klaus unternimmt sie eine letzte romantische Reise nach Paris. Doch nach ihrer Rückkehr erhält Mara bei einer Routineuntersuchung eine Nachricht, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.

Nach dem Lesen: Mit ihrem Buch "irgendwie mein Leben" hat Mila Lippke ein sehr gefühlvolles und mitreißendes Buch geschrieben. Mara, 29 Jahre und ihr Mann Klaus erwarten ihr erstes Kind - eine Tochter, die Finja heißen soll. Doch plötzlich kurz vor ihrem Geburtstermin stirbt Finja, ohne erklärlichen Grund. Für Mara und Klaus bricht eine Welt zusammen und besonders Mara verkriecht sich mehr und mehr in ihrem Schneckenhaus, während ihr Mann versucht sein Leben so gut es geht weiter zu führen. Durch die Hilfe ihrer Familie, Freunde und eines Hundes geklingt es Mara langsam wieder ins Leben zurück zu finden, Mara und Klaus denke sogar an ein zweites gemeinsames Kind, bis etwas unerwartetes passiert ...
Maras Schicksal hat mich tief berührt, es ist ein Schicksal, das ich niemanden wünschen möchte. "Irgendwie mein Leben" ist ein sehr authentisches und ehrliches Buch, ich glaube kaum, dass jemand in so einer Weise über dieses Thema schreiben könnte, wenn er es nicht selbst erlebt hat - Mila Lippke hat ihre kleine Tochter Gioia verloren. Im Nachwort schreibt die Autorin, dass sie sehr lange gebraucht hat dieses Buch zu schreiben, ich finde es sehr gut und mutig, dass sie sich getraut hat über den Tod ihres Kindes zu schreiben. Und auch den Titel des Buch finde ich sehr passend, da sich das Buch zum größten Teil um das Leben der Protagonistin Mara, nach dem Tod ihrer Tochter dreht und das nun einmal irgendwie ihr Leben sie, so schwer es auch sein mag.

5 / 5 Punkten

Zitate: Als Finja starb, schien die Sonne. Goldgelb wie der Samt, auf den ich eine Hand sticke, die die Wärme der Strahlen einzufangen versucht. Während ich nähe, merke ich, wie sehr sich die Arbeit an der Erinnerungsdecke von den Verschönerungaktionen der Möbel unterscheidet. Sie machen mir Freude, aber das hier mehr. Es geht unter die Haut, dringt bis in mein Innerstes vor. Finjas Tod hat mich und weite Teile meines Lebens verändert, doch die Veränderungen sind noch nicht radikal genug. Wie beim Flicken soll etwas ganz Neues aus dem Alten entstehen. [Seite 349]

Forschern ist es gelungen, bei genveränderten Mäusen gezielt Erinnerungen zu löschen, und sie zeigen sich zuversichtlich, in Zukunft auch bei Menschen Gedächtnisinhalte manipulieren zu können. Wenn sie Finjas Tod in mir löschen würden, wäre das die Heilung meines Schmerzes? Doch auch wenn es gelänge, würde ich es niemals zulassen, denn damit würden auch die Erinnerungen an die Schwangerschaft genommen werden und die Erinnerungen an Finjas Gesicht, an die Wärme ihres Körpers, an den Geruch ihres Köpfchens. Und wer wäre ich ohne diese Erfahrung und den Weg, den ich in diesem Trauerjahr gegangen bin?
Selbst jetzt, mit dem Wissen um den Schmerz, den der Tod meiner Tochter mit sich gebracht hat, würde ich mich noch einmal für eine Schwangerschaft mit ihr entscheiden. Weil sie das Wunderbarste war, was mir jemals passiert ist, meine Finja. [Seite 401]

Zu leben ist wie eine Weile im Meer zu schwimmen. Wenn eine Welle kommt, schiebt sie mich ein Stück nach vorn. Wenn sie geht, zieht es mich wieder etwas zurück. Aber es geht immer weiter vorwärts. [Seite 409]


Donnerstag, 4. März 2010

Zeit der Gespenster



Vor zwei Wochen habe ich bei vorablesen.de "Zeit der Gespenster" von Jodi Picoult gewonnen. Heute ist es endlich angekommen! Hier könnt ihr euch eine Leseprobe zu dem Buch durchlesen.

Inhalt: Ross Wakeman war für alle nur ein riesengroßer Glückspilz. Wieviele Unfälle und Gefahren hatte er lebend überstanden! Ebenso sicher, wie er wusste, dass morgen die Sonne aufgehen würde, wusste er inzwischen auch, dass er nicht sterben konnte – obwohl Ross nichts sehnlicher wünschte. Denn in einem tragischen Unfall hatte er seine geliebte Frau Aimee verloren. Nun wollte Ross nur noch eines, nämlich mit den Geistern der Toten Kontakt aufnehmen. Vielleicht schien er deshalb den Menschen in Comtosook der ideale Vertraute, wenn es darum ging, Geister aus ihren Häusern zu vertreiben. Auch Spencer Pike hofft auf Ross, denn er will auf einem indianischen Grundstück ein Bauprojekt realisieren. Doch er stört damit die Ruhe der Geister auch seiner eigenen schauerlichen Vergangenheit.

Freitag, 8. Januar 2010

Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten

Auf Wunsch hier meine Rezension zu Rubinrot von Kerstin Gier, die ich vor etwa einem Jahr geschrieben habe.


Kerstin Gier
Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten
ISBN: 978-3401063348 . 352 Seiten

Inhalt: Gwendolyn hat ihr ganzes bisheriges Leben unter ihrer Cousine Charlotte gestanden, denn Charlotte ist anders. Charlotte soll ein Zeitreise-Gen in sich tragen, das innerhalb der Familie schon seit Jahrhunderten weiter vererbt wird. Charlotte ist auf ihren ersten Sprung in die Vergangenheit bestens vorbereitet und nun wartet die Familie und besonders ihre Mutter auf die Anzeichen des ersten Sprunges. Doch bis auf ein Schwindelgefühl passiert nichts. Stattdessen findet sich Gwendolyn plötzlich in der Vergangenheit wieder. Es beginnt ein aufregenedes Abenteuer, das Gwendolyn zusammen mit dem gutaussehenden Zeitreisenden Gideon und ihrer besten Freundin Leslie besteht, es gilt nämlich "den Kreis der Zwölf" zu schließen.

Meine Meinung: Gwendolyn hat ihr ganzes bisheriges Leben unter ihrer Cousine Charlotte gestanden, denn Charlotte ist anders. Charlotte soll ein Zeitreise-Gen in sich tragen, das innerhalb der Familie schon seit Jahrhunderten weiter vererbt wird. Charlotte ist auf ihren ersten Sprung in die Vergangenheit bestens vorbereitet und nun wartet die Familie und besonders ihre Mutter auf die Anzeichen des ersten Sprunges. Doch bis auf ein Schwindelgefühl passiert nichts. Stattdessen findet sich Gwendolyn plötzlich in der Vergangenheit wieder. Es beginnt ein aufregenedes Abenteuer, das Gwendolyn zusammen mit dem gutaussehenden Zeitreisenden Gideon und ihrer besten Freundin Leslie besteht, es gilt nämlich "den Kreis der Zwölf" zu schließen.

Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten ist das erste Buch von Kerstin Gier, dass kein typischer Frauenroman ist. Das Buch ist viel mehr eine Art Jugendbuch mit einem Touch Magie für Jung und Alt. Der Schreibstil ist einfach, humorvoll und flüssig, so wie man es eigentlich auch von Kerstin Gier gewohnt ist.

Schon nach wenigen Seiten ist es mir gelungen vollkommen in Gwendolyns Welt einzutauchen, um mit ihr zusammen die Vergangenheit zu reisen und ihr Familiengeheimnis aufzudecken. Besonders gut hat mir Gwendolyns wütende und vor Eifersucht tobende Tante Glenda gefallen, die einfach nicht einsehen wollte, dass Gwendolyn und nicht Charlotte das Zeitreise-Gen geerbt hatte. Außerdem genial finde ich die Tatsache das Gwendolyn Geister sehen kann und auch mit ihnen reden kann und wenn sie das tut, alle "normalen Menschen" um sie herum denken, dass sie Selbstgespräche führt. Was zu der einen oder anderen lustigen Situation führt.

Das Buch ist natürlich auch ein ganz besonderer Hingucker und macht sich richtig gut in meinem Regal. Das Cover hat mich quasi umgehauen und war natürlich auch mit ein Grund dafür, dass ich das Buch unbedingt sofort kaufen musste.

Ich vergebe

Dienstag, 5. Januar 2010

Ich habs


Meine Schwester hat mir heute Saphirblau von Kerstin Gier aus der Stadt mitgebracht bzw sie ist extra wegen des Buches für mich in die Stadt gefahren. Eigentlich hatte ich es bei Amazon bestellt, aber da sie das Buch dann plötzlich erst am 09.01 liefern wollten, habe ich die Bestellung dort storniert. Wenn ich mit allen Dingen für die Schule fertig bin, werde ich mich gleich ans Lesen machen, dann muss Momo eben mal warten ...


Kurzbeschreibung: Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Ich bin jedenfalls schon ganz gespannt, weil mir der erste Teil Rubinrot auch sehr gut gefallen hat und eines meiner Lesehighlights im letzten Jahr war.

Sonntag, 3. Januar 2010

Ich lese gerade



Momo: oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte - Michael Ende




Kurzbeschreibung: Momo lebt am Rand einer Großstadt in den Ruinen eines Amphitheaters. Sie besitzt nichts als das, was sie findet oder was man ihr schenkt, doch sie hat eine außergewöhnliche Gabe: Sie hat immer Zeit und ist eine wunderbare Zuhörerin. Eines Tages treten die grauen Herren auf den Plan. Sie haben es auf die kostbare Lebenszeit der Menschen abgesehen, und Momo ist die Einzige, die ihnen noch Einhalt gebieten kann ...

Als ich ein kleiner Junge war


Erich Kästner
Als ich ein kleiner Junge war
ISBN: 0107289 1 . 223 Seiten

Inhalt: »Die Monate haben es eilig. Die Jahre haben es eiliger. Und die Jahrzehnte haben es am eiligsten. Nur die Erinnerungen haben Geduld mit uns. Besonders dann, wenn wir mit ihnen Geduld haben«, schreibt Erich Kästner in seinem Nachwort zu seinen Kindheitserinnerungen ›Als ich ein kleiner Junge war‹. Kästner, 1899 in Dresden geboren, erzählt von den Jahren 1907 bis 1914 in seiner Heimatstadt, aber auch sehr anschaulich von der Kindheit seiner Eltern und seiner Großeltern.

Er beschreibt das Alltagsleben seiner Familie, die gesellschaftlichen Zwänge und Konventionen, das Treiben auf den Straßen und Plätzen Dresdens. Besonders liebevoll erinnert sich Erich Kästner an seine Mutter, der er mit diesem Buch ein Denkmal setzt.

Meine Meinung: Was für ein schönes kleines Büchlein. Kästners Beschreibungen nach hätte ich nur zu gerne einmal einige Tage meiner Kindheit vor 100 Jahren erleben wollen. Erich Kästner kann wunderschön schreiben, keine Frage, aber das man sich das geschriebene Wort dann auch noch so bildhaft vorstellen kann, schaffen bei mir nur die wenigsten Autoren. Kästner schafft es! Dresden muss eine wunderschön Stadt gewesen sein, bevor sie durch die zwei Weltkriege fast komplett zerstört wurde, jedenfalls geht das aus seinen Beschreibungen hervor. Kästner selbst schreibt, dass seine Kindheit dann mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges plötzlich vorbei war. Besonders toll fand, dass der Buchtitel "Als ich ein kleiner Junge war" immer wieder in jedem der 16 Kapitel aufgegriffen wird und ich den Buchtitel deshalb mehr als passend finde.
Erich Kästner beginnt seinen Roman mit der Geschichte der Familien seiner Eltern Emil und Ida, den Kästners und den Augustins, bis er schließlich über das Kennenlernen seiner Eltern und deren Umzug nach Dresden zu Erzählungen aus seiner Kindheit übergeht. Es sind äußerst lebhafte Erzählung die keine Tiefen auslässt aber auch all die schönen Dinge mitnimmt. Als ich ein kleiner Junge war ist ein Roman der mich tief berührt hat und den ich jedem der sich auch nur annährend für das Leben vor 100 Jahren und Erich Kästner interessiert ans Herz legen möchte.

Deshalb vergeben ich



Eindrücke: Meine Mutter war kein Engel und wollte auch keiner sein. Ihr Ideal war handgreiflicher. Ihr Ziel lag in der Ferne, doch nicht in den Wolken. Es war erreichbar. Und weil sie energisch war wie niemand sonst und sich von niemanden dreinreden ließ, erreichte sie es. Ida Kästner wollte die vollkommene Mutter ihres Jungen werden. Und weil sie es werden wollte, nahm sie auf niemanden Rücksicht, auch auf sich selber nicht, und wurde die vollkommene Mutter. All ihre Liebe und Fantasie, ihren ganzen Fleiß, jede Minute und jeden Gedanken, ihre gesamte Existenz setzte sie, fanatisch wie ein besessener Spieler, auf eine einzige Karte, auf mich. Ihr Einsatz hieß: ihr Leben, mit Haut und Haar!
Die Spielkarte war ich. Deshalb musste ich gewinnen. Deshalb durfte ich sie nicht ich sie nicht enttäuschen. Deshalb wurde ich der beste Schüler und der bravste Junge. Ich hätte es nicht ertragen, wenn sie ihr großes Spiel verloren hätte. Da sie die vollkommene Mutter sein wollte und war, gab es für mich, die Spielkarte, keinen Zweifel: Ich musste der vollkommene Sohn werden. Wurde ich's? Jedenfalls versuchte ich es. Ich hatte ihre Talente geerbt: ihre Tatkraft, den Ehrgeiz und ihre Intelligenz. Damit war schon etwas anzufangen. Und wenn ich, ihr Kapital und Spieleinsatz, wirklich einmal müde wurde, nur und immer wieder zu gewinnen, half mir die letzte Reserve, eines weiter: Ich hatte die vollkommene Mutter ja lieb. Ich hatte sie sehr lieb. [Seite 145/146]

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Ich lese gerade

Als ich ein kleiner Junge war - Erich Kästner



Kurzbeschreibung: »Die Monate haben es eilig. Die Jahre haben es eiliger. Und die Jahrzehnte haben es am eiligsten. Nur die Erinnerungen haben Geduld mit uns. Besonders dann, wenn wir mit ihnen Geduld haben«, schreibt Erich Kästner in seinem Nachwort zu seinen Kindheitserinnerungen ›Als ich ein kleiner Junge war‹. Kästner, 1899 in Dresden geboren, erzählt von den Jahren 1907 bis 1914 in seiner Heimatstadt, aber auch sehr anschaulich von der Kindheit seiner Eltern und seiner Großeltern.

Er beschreibt das Alltagsleben seiner Familie, die gesellschaftlichen Zwänge und Konventionen, das Treiben auf den Straßen und Plätzen Dresdens. Besonders liebevoll erinnert sich Erich Kästner an seine Mutter, der er mit diesem Buch ein Denkmal setzt.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Die Spy Girls






Lisa Lutz
Die Spy Girls - Familie Spellman ermittelt
Originaltitel: Curse of the Spellmans
aus dem Amerikanischen von Patricia Klobusiczky
ISBN: 978-3378006928 . 420 Seiten

Inhalt: Die liebenswert schrägen Spellmans betreiben ein Familienbusiness der besonderen Art: eine Privatdetektei. Ihr Handwerk beherrschen sie perfekt - beim Beschatten und Ausspionieren macht ihnen keiner etwas vor. In die Nachbarschaft der Spellmans zieht ein attraktiver Unbekannter, der Isabel sofort ins Auge sticht. Seine Gärtnerleidenschaft erweckt jedoch das Misstrauen der jungen Detektivin. Vier Verhaftungen später - »Betriebsunfälle«, wie sie es nennt - ist Izzy nicht schlauer, aber umso wilder entschlossen, sein Geheimnis zu lüften. Als wenn sie keine anderen Sorgen hätte: Ihr Vater hält die Familie mit einer verspäteten Midlife-Crisis auf Trab, während die Mutter fremden Motorrädern die Reifen aufschlitzt. Auch die kleine Schwester Rae verhält sich eigenartig, sie über fährt »aus Versehen« ihren neuen besten Freund, Inspektor Henry Stone. Viele Verwicklungen und Rätsel umgeben Isabel, doch dank ihrer geschärften Ermittlersinne gelingt es ihr auf recht unkonventionellen Wegen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Meine Meinung: Ich habe mich wieder mehr als köstlich amüsiert. Lisa Lutz schafft das bei mir, was ganz viele Autoren von lustigen Büchern nicht schaffen ... mich zum Lachen zu bringen, denn ich lache sehr gerne beim Lesen und bei diesem Buch sogar laut. Eine Freundin saß während des Lesens neben mir und hat immer ganz komisch geguckt, wenn ich leise in mich hinein gelacht habe und mich dann natürlich auch gefragt, was denn so lustig war. Ich habe dann natürlich immer versucht ihr die einzelnen Situationen zu schildern, leider fand sie es meist nicht so lustig wie ich. Ich finde außnahmslos alle Charaktäre haben sich weiterentwickelt und besonders Rae, mein Lieblingscharaktär wurde älter, wenn auch kein Stück erwachsener. Rae die beim Autofahren üben beinahe ihren besten Freund überfährt und der danach erst einmal eine Auszeit braucht. Rae die immer noch süchtig nach so komischen Cornflakes ist und deren liebstes Hobby es immer noch ist, ihre Schwester im Namen ihrer Eltern zu beschatten. Trotzdem hat mir der erste Teil ein klein wenig besser gefallen, als die Fortsetzung. Und es gibt noch mehr Teile im Englischen erscheint im Mai der 4. Teil.

Deswegen vergebe ich:

(soll 4,5 Sterne darstellen)



Dienstag, 10. November 2009

Ich lese gerade


Schneeland - Elisabeth Rynell



Kurzbeschreibung:
Der einsame schwedische Norden mitten im Winter. Eine Frau wandert durch die raue Landschaft. Sie hat gerade ihren Mann verloren und fühlt sich vom Leben abgetrennt. Zufällig stößt sie auf einen abgelegenen Hof und entdeckt dort, schon vom Schnee verweht, eine tote Frau am Brunnen. Fasziniert spürt sie deren Schicksal nach, findet Parallelen zu ihrem eigenen Leben und stößt auf eine ungewöhnliche Liebe. Nicht nur in Schweden, auch in Deutschland hat Elisabeth Rynells großer Liebesroman die Menschen berührt und die Presse zu ungewöhnlichem Lobpreis bewogen.

Sonntag, 11. Oktober 2009

19 Minuten

"In neunzehn Minuten kann man den Rasen vor dem Haus mähen,
sich die Haare färben,
Brötchen backen,
sich vom Zahnarzt eine Füllung machen lassen
oder die Wäsche für eine fünfköpfige Familie zusammenlegen.
Neunzehn Minuten dauert die Fahrt mit dem Auto von der Grenze Vermonts nach Sterling in New Hampshire.
In neunzehn Minuten kann man einem Kind eine Gutenachtgeschichte vorlesen oder einen Ölwechsel machen lassen.
Man kann eine Meile gehen.
Man kann einen Saum nähen.
In neunzehn Minuten kann man die Welt anhalten oder einfach von ihr abspringen.
In neunzehn Minuten kann man Rache nehmen."





Jodi Picoult
19 Minuten
Sprecher: Katharina Wackernagel, Bernhard Schütz, Tom Schilling, Ulrike Hübschmann, Oliver Brod und Rosalie Thomass
gekürzte Lesung
8 CDs ; 586 Minuten


Inhalt: In neunzehn Minuten kann man das Gras in seinem Vorgarten mähen, die Haare färben oder einen Kuchen backen. Man kann die Wäsche für eine fünfköpfige Familie falten. Neunzehn Minuten kostet es, von der Grenze zu Vermont nach Sterling, New Hampshire, zu fahren. In neunzehn Minuten kann man die Welt zum Stillstand bringen oder einfach aus ihr herausfallen. Neunzehn Minuten kostet es, Rache zu nehmen. Das hat der 17-Jährige Peter Houghton getan. Noch weiß niemand in Sterling wofür, doch mit diesem unaussprechlichen Akt der Gewalt ist die Welt des kleinen Orts für immer aus den Angeln gehoben. Josie Cormier, die Tochter der Richterin, hat das Massaker an der Schule überlebt. Sie wäre die beste Zeugin. Aber sie kann sich nicht erinnern, was geschehen ist.

Meine Meinung: Seit ich jeden Tag mit dem Auto zur Schule fahren muss, höre ich Hörbücher. Letzte Woche habe ich mit 19 Minuten von Jodi Picoult angefangen. Mein Lieblingsbuch der Autorin. Ich habe es vor ca. 1 1/2 Jahren als es erschienen ist schon einmal gelesen, nun hatte ich es für 15 Euro bei Amazon.de entdeckt und musste es bestellen. Ich mag Hörbücher gerne noch einmal nach dem Lesen eines Buches hören.

Als ich das Buch zum ersten Mal laß hat mir der Amokläufter Peter Houghton ziemlich leid getan - dieses Mal war das etwas anders. Natürlich stellt er das "typische Opfer" da
, aber er unternimmt rein gar nichts dagegen. Manchmal habe ich wirklich gedacht "wie kann man nur so blöd sein". Zum Beispiel als jeder Schüler aus Peters Klasse ein Grafik vorstellen muss und Peter sich ausgerechnet mit der Beliebheit der Schüler auseinandersetzt und natürlich in das nächste Fettnäpfchen tritt. Natürlich wurde Peter sein ganzes Leben lang gemobbt und natürlich war es sehr schwer für ihn diesem Strudel von Gewalt, die auf ihn einwirkte zu entkommen aber sympathisch werden wollte er mir diese gesamte Hörzeit über nicht.
Besonders gut gefallen haben mir hingegen die sechs Sprecher, die ihre Sachen wirklich hervorragend gemacht haben. Klar mussten man sich erst an die vielen verschiedenen Stimmen gewöhnen, aber das ging dann eigentlich auch ganz schnell, da die Stimmen nicht nur auf Männer und Frauen abgestimmt waren, sondern auch noch auf das Alter der Protagonisten.
19 Minuten ist ein Hörerlebnis der besonderen Weisen das direkt unter die Haut geht, denn in 19 Minuten kann sich die Welt verändern!

Ich vergebe:

Montag, 14. September 2009

Ich lese gerade


Stadt der Diebe - David Benioff


Kurzbeschreibung: Leningrad im Januar 1942: Weil er während der nächtlichen Ausgangssperre die Leiche eines deutschen Soldaten nach Essbarem durchsucht hat, wird der 17-jährige Lew sofort verhaftet - auf Plündern steht die Todesstrafe. Nach endlosen Stunden in einer kargen Gefängniszelle wird er allerdings nicht aufs Schafott, sondern zusammen mit seinem Mithäftling Kolja vor den Geheimdienstchef der Stadt geführt. Der stellt die beiden vor eine schier unlösbare Aufgabe - im Tausch gegen ihr Leben sollen sie innerhalb von sechs Tagen im ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben.Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der den schüchternen, introvertierten Lew schicksalhaft an Kolja schweißt - einen schlitzohrigen, charmanten Frauenhelden und notorischen Lügner, der ihm ständig schmerzhaft bewusst macht, dass er selbst so gar nicht zum Abenteurer taugt. Als die beiden die Hoffnung, in Leningrad Eier zu finden, aufgeben müssen, fasst Kolja einen aberwitzigen Plan: Er will sich mit Lew zu einer Geflügelfarm jenseits der feindlichen Linien durchschlagen, in ein Dorf südlich von Leningrad. Ein selbstmörderisches Unterfangen, wären da nicht Koljas Kaltschnäuzigkeit, eine unerschrockene Partisanin namens Vika und Lews Schachtalent ...

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In den nächsten vier Tagen bin ich leider nicht da, denn ich fahre ab heute mit meiner neuen Klasse auf Kennlernfahrt - scheinbar ist das während der Erzieher-Ausbildung normal. Wir fahren in ein kleines abgeschiedenes Haus und werden dort verstärkt Biografisches-Arbeiten lernen und erfahren.

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