Donnerstag, 20. September 2012

Ich lese ...




Kurzbeschreibung: Nathalie und François sind ein Paar wie aus dem Märchenbuch, mit Feingefühl und Geschmack. Doch eines Tages kommt François nicht vom Joggen zurück, eine Blumenhändlerin überfährt ihn. Die schöne Nathalie muss fortan allein durchs Leben gehen, sich der Neugier der Kollegen und der Avancen ihres Chefs Charles in der schwedischen Firma, in der sie als leitende Angestellte arbeitsbesessen über der Akte 114 brütet, erwehren. Als der unscheinbare Quotenschwede Markus ihr Büro betritt, packt sie ihn unvermittelt und küsst ihn. Markus, konsterniert, geht aufs Ganze, eine Liebesgeschichte beginnt, wie sie purer, zärtlicher und empfindsamer nicht sein kann. Während in der Firma die Gerüchteküche brodelt und Charles zu brutalen Maßnahmen greift, begeben sich Nathalie und Markus auf die Flucht in den Garten der Großmutter, zurück zu den Ursprüngen von Kindheit und der gemeinsamen Lieblingssüßigkeit PEZ - und lassen sich von der Liebe überraschen. Voller Anspielungen mit hohem Wiedererkennungswert für alle Fans schreibt Foenkinos hier seine bisher schönste Liebesgeschichte.

Nach vielen, vielen Jugendbüchern habe ich nun endlich zu dieser französischen Geschichte gegriffen, die zu Weihnachten unter dem Baum lag und es seit dem irgendwie nicht unter meine Augen geschafft hat. Warum eigentlich? Habt ihr Nathalie küsst schon gelesen oder vielleicht den Film mit Audrey Toutou gesehen? 

Sonntag, 16. September 2012

Wochenrückblick #37

Nach dreiWochen ohne Wochenrückblick geht es hier nun wöchentlich weiter ... 

Wie meine letzten Wochen, so war auch die vergangene Woche ziemlich voll. Einen richtigen Platz zum Bloggen habe ich in meiner Wochenplanung leider immer noch nicht gefunden. Diese Woche habe ich dafür  Zeit mit zwei tollen Freundinnen verbringen dürfen, mich darüber gefreut, dass meine Jugendgruppe nun doch für das nächste Jahr bestehen wird, nach langer Zeit mal wieder ein Buch in der Buchhandlung gekauft, die sechste Staffel Bones bestellt und viel selbstgemachten Fliederbeersaft getrunken um meine Erkältung zu bekämpfen.
Mein Highlight der Woche war allerdings die Lesung von John Green in Hamburg, die ich gemeinsam mit einer Freundin besucht habe. Eigentlich hatte ich geplant einen Blogbeitrag zur Lesung zu verfassen, allerdings haben mir da die nicht vorhandene Zeit und vor allem die Fotos, die ich entweder nicht gemacht habe oder zu schlecht geworden sind, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Lesung fand in einer Kirche in Hamburg Altona statt und schon die Autofahrt dort hin war ein kleines Erlebnis, denn in Hamburg in der Innenstadt Auto zu fahren ist schon sehr speziell. Die Lesung wurde nach einer kurzen Einführung des Moderators  komplett auf Englisch abgehalten, was John Green sehr begrüßte. John Green selbst, der auch eine längere Passage aus seinem Buch verlas, beantwortete die ganze Zeit über fleißig Fragen und lauschte gespannt, als eine Hamburger Schauspielerin zwei deutsche Passage seines Buches vorlas, was sie wirklich ausgezeichnet machte, von ihr würde ich mir gerne Hörbücher anhören. Nach der Lesung saß Green dann im Eingangsbereich der Kirche und signierte seine Werke. Wir mussten bestimmt gute zwanzig Minuten anstehen, bis wir an der Reihe waren.
Für mich war die Lesung ein voller Erfolg und als ich endlich gegen 23:30 Uhr zu Hause war, bin ich todmüde ins Bett gefallen. Diese Lesung wird ganz bestimmt nicht meine letzte gewesen sein.


Vor ein paar Wochen ist die vierte Staffel Chuck bei mir eingezogen, die ich momentan Abend für Abend verschlinge. Ich finde es sehr schade, dass es in Deutschland bislang nur die erste Staffel ins TV-Programm geschafft hat, aber es scheint inzwischen Infos zu geben, dass die Serie dieses Jahr weitergeführt werden soll.  Ich empfehle allen einmal einzuschalten, die Actionserien mit einer gesunden Portion Humor nicht abgeneigt sind. Es lohnt sich.

Heute am Sonntag, habe ich mir endlich mal wieder richtig Zeit zum Lesen nehmen können und Die fünf Leben der Daisy West von Cat Patrick beenden können. Das Buch lies sich richtig gut lesen und besonders die Idee ein Buch über ein Medikament zu schreiben, mit dem man Menschen nach deren Tod wiederbeleben kann, hat mich fasziniert. Leider überschlug sich die Handlung zum Ende hin sehr, sodass ich beim Lesen kaum aus dem Staunen heraus kam und jetzt auch noch nicht so genau weiß, was genau ich von dem Ende halten soll. Der Aufbau des Buches hat mich sehr an Cat Patricks erstes Werk Forgotten erinnert. 

Seit ich mir das Album My Head Is An Animal von Of Monsters And Men gekauft habe, läuft die CD eigentlich pausenlos beim Autofahren, sofern ich alleine unterwegs bin. Die Songs sind super um nach der Arbeit abzuschalten und gemütlich nach Hause zu fahren. Absoluter Ohrwurm des Albums ist und bleibt die erste Single der Band "Little Talks".

Montag, 10. September 2012

[Rezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green



Autorin: John Green
Originaltitel: The Fault In Our Stars
Genre: YA, Krebs, Tod, Sterben
Ausführung: Hardcover, 288 Seiten
Erscheinungstermin: 30. Juli 2012
Reihe: - 
Preis: 16,90€
ISBN: 978-3446240094
Verlag: Carl Hanser





Inhalt: „Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

"Das Leben ist schön, Hazel Grace." [Seite 217]

Rezension: Es gibt Bücher, die schlägt man auf und man weiß, dass man etwas ganz besonders vor sich hat. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist genau so ein Buch.

Hazel ist unheilbar an Krebs erkrankt und das schon seit Jahren. Durch ein Medikament kann sie weiterleben, gesund werden wird sie aber nie. In einer Selbsthilfegruppe für Kinder und jugendliche Krebspatienten, die sie ihren Eltern zur Liebe besucht, lernt sie die 17 Jährigen Augustus kennen. Trotz Hazels Angst noch jemanden mit ihrem Krebs zu belasten, freunden sich die beiden an und verlieben sich schließlich in einander ...

"Ich will dir niemals so was antun", erklärte ich.
"Ach, das würde mir nichts ausmachen, Hazel Grace. Es wäre mir eine Ehre, mir von dir das Herz brechen zu lassen." [Seite 162]

Krebs ist das dominierende Thema des Buches. Hazel hat Krebs seit ihrem 13. Lebensjahr und seit dem kämpft sie darum, ein so normales Leben wie möglich führen zu können. Sie lebt sehr zurückgezogen, kann die High School nicht mehr besuchen, hat nur wenige Freunde, hat immer eine Sauerstoffflasche dabei, die ihr das Atmen erleichtert und ist eigentlich rund um die Uhr mit ihrer Mutter zusammen, die für Hazel ihre Arbeit aufgegeben hat. Als sie in der Selbsthilfegruppe auf Augustus trifft, der seine Krebserkrankung scheinbar besiegt zu haben scheint, verändert sich ihr Leben. Plötzlich gibt es jemanden in ihrem Leben, mit dem Hazel alles teilen kann, jemanden der sie versteht und auch ihren Kampf gegen den Krebs begreifen kann, weil sie ein Schicksal teilen. Gus, den seine Krankheit auch gezeichnet hat, es nach außen aber nicht zeigen möchte, setzt vor allem auf seinen Charme und Humor. Er ist um kein Wort verlegen und stellt seine Bedürfnisse hinter denen der anderen an. Er ermöglicht Hazel ihren größten Traum und fliegt gemeinsam mit ihr nach Amsterdam, um den Autor ihres Lieblingsbuches zu treffen. Dieses Reise wird ihr größtes Abenteuer. 

 "Augustus", sagte ich. "Wirklich, du musst da nicht tun."
 "Natürlich muss ich", sagte er. "Ich habe meinen Wunsch gefunden." "O Mann, du bist der Beste", sagte ich zu ihm. "Ich wette das sagst du zu allen Jungs, die dir eine Auslandsreise finanzieren", antwortete er. [Seite 87]

John Green hat es mit seinem unwahrscheinlich tollen Schreibstil geschafft, die Seiten nur so an mir vorüber fliegen zu lassen und zwei unvergleichliche Charaktere zu schaffen, die aus der Masse hervorstehen. Außerdem hat er das geschafft, was nur ganz wenige Autoren bei mir schaffen. Er hat es geschafft mich zum Weinen zu bringen und das sogar mehrere Male. Den Handlungsverlauf des Buches liest sich wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle, es ist eine immer wieder aufkeimende Mischung aus Wut und völliger Verzweiflung, Freude und Trauer, aber auch Humor und Hoffnung. Zusammen mit einzigartig gezeichneten Charakteren und einem wundervollen Schreibstil wird dieses Buch zu einem ganz besonderen Leseerlebnis. 

 "Mir gefällt diese Welt. Mir gefällt, wie die Schatten der Bäume umeinandertanzen, wenn der Wind weht. Mir gefällt, wie es klingt, wenn Holländer Holländisch mit mir reden, bevor sie merken, dass ich ein Tourist bin. Und du gefällst mir. Um jetzt ... ich bekomme nicht mal einen richtigen Kampf. Ich darf nicht mal kämpfen." [Seite 198]

Fazit: Auch jetzt, als ich diese Rezension schreibe, und ich schreibe sie einige Wochen nach dem Lesen des Buches, bin ich noch immer unheimlich ergriffen von der Stimmung des Buches, von den Charakteren und der perfekten Mischung zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Hazel und Gus sind mir ans Herz gewachsen und ich hätte sie am liebsten nicht wieder gehen lassen. Ich könnte jetzt alles schreiben, doch eigentlich will ich nur sagen - lest dieses Buch! Es ist eine absolute Leseempfehlung von mir. 

"Vielleicht ist okay unser für immer."
"Okay", sagte ich. [Seite 71]

Mein Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars 
für die Leserunde auf lovelybooks.de geht an

Bitte verzeiht mir, dass ich die Rezension mit so vielen Zitaten verpackt habe, 
ich möchte damit einen kleinen Vorgeschmack auf das Buch geben. Außerdem sind die Zitate so unglaublich toll. 

Sonntag, 9. September 2012

[Monatsstatistik] August


Im August habe ich endlich begonnen zu arbeiten. Und ich kann jetzt schon sagen, dass mir meine kleinen Minimonster im vergangenen Monat richtig ans Herz gewachsen sind und ich gerne dort arbeite, wo ich arbeite. 
Leider ist mein Blog im August, fast schon wie erwartet, ein wenig auf der Strecke geblieben. Vor allem das Rezensionenschreiben fällt mir momentan richtig schwer. Ich habe drei Rezensionen begonnen, aber bisher keine beenden können. Immerhin habe ich es geschafft, meine drei Bücher pro Monat zu lesen. Anfang des Jahres wäre ich damit mehr als zufrieden gewesen, inzwischen würde ich es wirklich gerne schaffen, mindestens jede Woche ein Buch zu lesen. 
Im August habe ich natürlich auch noch ein paar andere Dinge gemacht, als zu arbeiten und zu lesen. Unter anderem ist endlich ein neues Bett bei mir eingezogen, ich habe Karten für die John Green Lesung in Hamburg, kommende Woche gekauft, auf die ich mich schon sehr freue, eine Torte, Kuchen und Muffins gebacken. In meinen DVD-Player haben es diesen Monat, neben Olympia, nur die ersten beiden Staffeln Hawaii Five-0 geschafft und ich habe die Webserie Dating Rules From My Future Self entdeckt. 
Gelesen
Au revoir, bis nach
 dem Krieg - Pausewang
- Rezension -
Das Schicksal ist ein
mieser Verräter -  Green
- Rezension folgt -
Grischa
 Goldene Flammen - Bardugo
- Rezension folgt -















Gehört
  • -
Begonnen
  • Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry - Rachel Joyce 

Gesehen
  • Hawaii Five-0 - Staffel 1 + 2
  • Alles, was wir geben mussten {5/5}

SuB-Zuwachs
  • Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green
  • Delirium - Lauren Oliver
  • Wir beide, irgendwann - Jay Asher, Carolyn Mackler
  • Grischa - Goldene Flammen - Leigh Bardugo
  • Die fünf Leben der Daisy West - Cat Patrick
SuB zu Anfang des Monats: 82
SuB zum Ende des Monat: 81

Sonntag, 26. August 2012

[Rezension] Au revoir , bis nach dem Krieg - Gudrun Pausewang



Autorin: Gudrun Pausewang
Genre: YA, 2. Weltkrieg
Ausführung: Hardcover, 224 Seiten
Erscheinungsjahr: 2012
Reihe: -
Preis: 14,95€
ISBN: 978-3836954440
Verlag: Gerstenberg Verlag







Inhalt: Hanni liebt Philippe und Philippe liebt Hanni. Aber niemand darf davon erfahren, denn es herrscht Krieg und Philippe ist ein französischer Kriegsgefangener, der auf dem Anwesen von Hannis Familie arbeitet. Wenn die Liebe zwischen Hanni und dem jungen Studenten aus Paris bekannt würde, könnte das schlimme Folgen haben - nicht nur für die beiden. Jegliche »Fraternisierung« mit den Gefangenen ist untersagt und Liebesbeziehungen zwischen Franzosen und deutschen Frauen werden streng bestraft. Schließlich wäre das Verrat an den deutschen Männern, die an der Front ihr Leben für Volk und Vaterland einsetzen.

Hanni und Philippe müssen sich trennen, zumindest vorläufig. Aber sie werden einander wiedersehen, wenn der Krieg zu Ende ist - bestimmt! via

Rezension: Ein kleines Dorf während des zweiten Weltkriegs in Deutschland. Hanni, 15 Jahre, ist alleine mit ihrem kleinen Bruder, Mutter und Oma - Vater und größerer Bruder sind in den Krieg gezogen. Um den Frauen bei der Arbeit zu helfen auf dem großen Hof zu helfen, werden französische Kriegsgefangene tagsüber zur Unterstützung zu den vaterlosen Familien geschickt. Auf diese Weise begegnet Hanni Phillippe, der ihrer Familie als Hilfsarbeiter zugeteilt wird, das erste Mal.

Während sich verbotener Weise eine zarte Liebe zwischen Hanni und Philiippe entwickelt, schreitet der Krieg immer weiter voran. Und es wird immer gefährlicher für die beiden. Während viele Bücher die in der Zeit des zweiten Weltkriegs spielen, die Judenverfolgung thematisieren, legt Gudrun Pausewang den Fokus in ihrem Buch auf die Veränderungen der Familie, die der Krieg unmittelbar mit sich bringt. Zuerst verlassen die Väter ihre Familien, dann die Söhne, Familienbetrieben müssen geschlossen werden - Kinder verlieren ihre Väter und Mütter ihre Söhne und Ehemänner, niemand kann sich sicher sein, ob er jemals wieder lebend nach Hause kommt.

So gut mir die neue Perspektive auf das Famillienleben auf dem Land gefallen hat und so facettenreich die verschiedenen Charaktere und Positionen zum Krieg beschrieben wurde, konnte ich trotzdem keine richtige Verbindung zu Hanni und ihrer Familie aufbauen. Alles wirkte ein wenig distanziert auf mich, was unter anderem auch am mehr beschreibenden und weniger emotionalen Schreibstil der Autorin gelegen haben könnte.

Fazit: Au revoir, bis nach dem Krieg verschafft uns einen Einblick in das Leben der Familien, die während des zweiten Weltkriegs auf dem Land lebten, sowie über das Zusammenleben mit Kriegsgefangenen. Es zeigt  wie nah der große Jubel und die große Angst vor dem Krieg zusammenlangen. Leider blieben die Protagonisten an vielen Stellen etwas zu farblos und eindimensional. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und empfehle es jedem, der mehr über die Seiten des zweiten Weltkrieges erfahren möchte, die in Büchern noch nicht all zu häufig besprochen wurden.